Unsere Ziele

Neu aufgestellt zur Gemeinderatswahl 2014.

Transparenz und Offenheit sind Grundlagen einer vertrauensvollen Kommunalpolitik – dafür stehen wir ein. Eine zeitnahe und umfassende Berichterstattung im Mitteilungsblatt bzw. im Internet über Diskussionen und Entscheidungen der Fraktionen in öffentlichen Sitzungen sehen wir als selbstverständlichen und wichtigen Beitrag für mehr Transparenz an, den wir weiter mit Nachdruck einfordern werden.

Ein vertrauensvolles, offenes, konstruktives und respektvolles Miteinander von Gemeinderat und Verwaltung ist Voraussetzung für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Arbeit des Gemeinderats.  Nur so können wir wieder das Image einer attraktiven und innovativen Gemeinde erlangen und das Vertrauen unserer Bürger in die Kommunalpolitik zurückgewinnen.  Für uns ein hohes Gut, das es wieder herzustellen gilt.

Unsere Bürgerinnen und Bürger sorgen in zahlreichen Bereichen, Vereinen und Organisationen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement in bewundernswerter Weise dafür, dass unsere Gemeinde mit Leben erfüllt ist. Ohne sie wäre ein großer Teil des bestehenden Freizeit-, Sport und Kulturangebots nicht möglich. Ein hohes Gut, das wir weiter nach Kräften unterstützen wollen. Die zahlreichen Einrichtungen und Angebote in unserer Gemeinde gilt es zu erhalten und im Rahmen der Möglichkeiten bedarfsorientiert weiter auszubauen und zu fördern.

In den letzten fünf Jahren wurden viele Themen aufgegriffen, von denen leider nur wenige umgesetzt wurden. Wir sollten uns zukünftig auf die wesentlichen Schlüsselthemen besinnen, diese benennen, in einer angemessenen Zeit zur Entscheidung bringen und letztlich auch umsetzen. Bei zu vielen parallel laufenden Themen kann jedes einzelne nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit behandelt werden. Es besteht die Gefahr des Verzettelns und der Stagnation. Über den Stand der Umsetzung sollten Gemeinderat und Bürger regelmäßig informiert werden. Ein Aspekt, der uns derzeit deutlich zu kurz kommt.

Der Flächennutzungsplan bietet nur noch begrenzte Wachstumsmöglichkeiten. Gleichzeitig sehen wir die rückläufige demographische Entwicklung der Bevölkerung, die bei der Planung von neuem Wohnraum Berücksichtigung finden muss. Viele Bürger verbinden unsere zahlreichen Grünflächen und Naherholungsgebiete mit einer hohen Lebensqualität. Deshalb setzt die Bürgerliste auf ein behutsames, bedarfsorientiertes Innenwachstum und stellt dieses ganz klar der Außenentwicklung voran. Die Nutzung vorhandener Baulücken in bestehenden Wohngebieten hat deshalb Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete.

Unsere intakte Natur mit ihrem hohen Naherholungswert macht unsere Gemeinde attraktiv und wertvoll. Dies gilt es zu wahren und für unsere nachfolgenden Generationen zu erhalten. Als Beitrag zum Klimaschutz fördern wir die Nutzung regenerativer Energien. Der Ausbau geeigneter Flächen für Solarwärme und Photovoltaikanlagen sowie die Unterstützung privater Haushalte bei der Nutzung alternativer Energien sind hierbei wichtige Elemente. Die Umsetzung der Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzes wollen wir weiter forcieren.

Fürdie Bürgerliste nicht nur ein „Muss“, sondern auch ein gemeinsam erreichbares Ziel. Unsere Gewerbesteuereinnahmen bewegen sich immer noch auf vergleichsweise hohem Niveau, sind jedoch nach der Konzernumstrukturierung unseres größten Gewerbesteuerzahlers deutlich zurückgegangen. Die in den letzten Jahren stark angestiegenen laufenden Kosten sind derzeit nicht mehr ausschließlich durch die  laufenden Einnahmen gedeckt und müssen zum Teil über die Rücklagen finanziert
werden. Unser angespartes Rücklagenpolster ist stattlich, jedoch nicht unendlich. Ausgaben und Einnahmen müssen in den nächsten 3 bis 4 Jahren wieder in Einklang gebracht werden. Die Bürgerliste könnte es nicht vermitteln, in 5 bis 6 Jahren Fremdmittel aufnehmen zu müssen, um einen ausgeglichenen Haushalt darstellen zu können. Wenn es uns gelingt, die Ausgaben moderat anzupassen und bei neuen Investitionen unseren Anspruch zu überdenken – das Beste war uns bisher gerade gut genug – werden wir weiterhin einen guten Standard wahren und gleichzeitig unsere Schlüsselprojekte umsetzen können, ohne dass wir uns dabei übernehmen.

Für die Verschönerung unseres Ortsbildes haben wir ein umfassendes Ortskernsanierungsprogramm mit initiiert, das mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde ein attraktives Angebot zur Sanierung von Häusern und Fassaden insbesondere an den Ortsdurchfahrten bietet. Von den geplanten Verkehrsentlastungsmaßnahmen versprechen wir uns weitere Impulse zur Attraktivierung und Aufwertung der Ortskerne.

Zur Reduzierung des in den Morgen- und Nachmittagsstunden stark angestiegenen Berufsverkehrs wurden Analysen durchgeführt und zahlreiche Lösungsansätze entwickelt. Eine zweite Werkszufahrt zur Firma Porsche (Südtor) mit einer intelligenten Verkehrsanbindung verspricht eine Entlastung. Zwei Ansätze werden hierzu verfolgt. Eine Variante setzt auf den Bau neuer, zusätzlicher Umgehungsstraßen, eine weitere auf die Verlagerung des Verkehrs auf das bestehende Straßennetz im Umfeld. Diese hat zum Ziel, die Ortsdurchfahrten für den auswärtigen Verkehr uninteressant zu machen, ohne dadurch den innerörtlichen Verkehr zu beeinträchtigen. Lenkende Maßnahmen vor den Ortseingängen sollen den auswärtigen Verkehr ausschließlich in den Morgen- und  Abendstunden auf bestehende Alternativstrecken verlagern, die in punkto Straßenqualität und Verkehrsfluss gleichzeitig verbessert und dadurch attraktiver gemacht werden sollen. Beide Varianten versuchen den Autobahnverkehr dazu zu bewegen, die A8 nicht bereits in Rutesheim, sondern erst in Heimsheim zu verlassen und somit Flacht und Weissach zu umfahren. Die Entlastung der Ortsmitten einerseits und die Wahrung unserer Landschaft und deren Naherholungswert andererseits, ist uns sehr wichtig. Eine knifflige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Wir setzen auf ein schrittweises Vorgehen. Neue Umgehungsstraßen bringen zwar den größten Effekt, sind aber mit hohen Kosten und Eingriffen in die Natur verbunden und nur langfristig realisierbar. Eine etwas geringere aber immer noch deutliche Entlastung bringen verkehrslenkende Maßnahmen. Diese sind mit wesentlich niedrigeren Kosten und Eingriffen verbunden und zügig umsetzbar. Ein lohnenswerter erster Schritt. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, brauchen wir eine gute Alternative, die wir bereits heute – vor der Zustimmung zur Erweiterung der Firma Porsche – mit allen Beteiligten verhandeln und festschreiben müssen.

Mit Förderprogrammen möchten wir unsere Bürger – solange es die finanziellen Rahmenbedingungen erlauben – weiterhin entlasten. Diese sind z.B. die Förderung der Ortskernsanierung, das Programm „Mach Mit“, das kostenlose Mitteilungsblatt für alle Haushalte, das Baukindergeld, die fi nanzielle Unterstützung von Vereinen im Rahmen der Vereinsförderung, die Möglichkeiten der tlw. kostenlosen bzw. sehr günstigen Nutzung öffentlicher Einrichtungen oder die Subventionen bei der Wasserversorgung oder sozialen Angeboten und vieles mehr.

Weissach bietet heute bereits ein breites Spektrum an Angeboten im Bereich der Krippenplätze, Kindergärten, Schulen und Kinderbetreuung bis hin zur Jugendarbeit. Diese wachsenden Strukturen wollen wir fördern und weiter an die Bedürfnisse der Familien und Kinder anpassen – denn unsere Kinder sind unsere Zukunft!  Die Bürgerliste begrüßt den Neubau der Kindertagesstätte in der Nußdorfer Straße. Von den in Kooperation mit der Firma Porsche qualitativ hochwertig und sehr naturnah geschaffenen Krippen- und Betreuungsplätzen profitieren sowohl unsere ortsansässigen Kinder als auch Kinder von Mitarbeitern der Firma Porsche.  Mit dem „Mach-Mit“ Programm wollen wir auch weiterhin unsere Familien bei der Förderung ihrer Kinder unterstützen. Die Bürgerliste unterstützt und fördert das ambitionierte Projekt „Gemeinschaftsschule“.

Vereine und Organisationen leisten in vielfältigen Bereichen einen wichtigen Beitrag für unsere Gemeinschaft. Ein wertvolles Gut, das wir wahren und weiter fördern werden.

Unsere Senioren sind in vielen Bereichen aktiv und repräsentieren  einen stark wachsenden Bevölkerungsanteil. Dieser Entwicklung wollen wir gerecht werden, indem wir das bereits bestehende Angebot fördern und weiter ausbauen. Im Rahmen von „Weissach 2025“ wurden interessante Anregungen erarbeitet, das jetzige Angebot zu erweitern und um geeignete Einrichtungen, wie z.B. innerörtliche Plätze, die zum Treffen, Gesprächsaustausch und zu gemeinsamen sportlichen oder gesellschaftlichen Aktivitäten einladen, zu ergänzen. Diese wurden bereits in die Planungen der kommenden Jahre aufgenommen, die es nun schrittweise umzusetzen gilt.

Mit dem Bau des Rosa-Körner-Stifts und des Otto-Mörike-Stifts ist es gelungen, das heimatnahe Angebot an sozialen Einrichtungen für ältere und pflegebedürftige Mitbürger deutlich zu verbessern. Für die Integration hilfsbedürftiger Mitbürger müssen auch in Zukunft die notwendigen Rahmenbedingungen gegeben sein.